3333 – Amber-Baum für Krefeld-Lehmheide

Im Rahmen der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ hat der Krefelder Unternehmer und Kommunalpolitiker Mehmet Demir gemeinsam mit seiner Familie einen Baum gespendet, der seinem verstorbenen Cousin Adem Demir gewidmet ist, der bei einem tragischen Verkehrsunfall im letzten Jahr ums Leben gekommen ist. Verbunden mir ihrem Dank für die großzügige Baumspende sprach die Schirmherrin der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Renate Krins, im Namen der Initiative, aber auch im eigenen Namen, der Familie Demir zum Tode des lieben Verstorbenen ihr tief empfundenes Beileid aus.

Im Bild: Mehmet Demir (3.v.l.) und sein Onkel Müslüm Demir (mit Gießkanne) beim „Angießen“ des Amberbaumes im Beisein der Schirmherrin der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Renate Krins (2.v.l.), des Inhabers der Baumschule Büssem-Indenklef, Peter Büssem (2.v.r.) und dem Koordinator der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Peter Könen (rechts).

Der Baum, so Renate Krins, sei gleichsam ein Erinnerungsbaum. Ein Erinnerungsbaum sei  mehr als nur ein Baum – er sei vielmehr ein Symbol für Leben, Wandel und die unvergängliche Verbindung zwischen den Generationen. Während Blumen welkten und Kränze vergingen, wachse ein Baum stetig weiter. Er schenke Trost, spende Schatten und erinnere Jahr für Jahr mit jedem Blatt, jeder Blüte und jeder Frucht an einen geliebten Menschen. Mit einem Erinnerungsbaum entsteh ein lebendiges Denkmal – ein Ort des Friedens, der Hoffnung und der stillen Verbundenheit mit der Natur.

Bei dem Baum handelt es sich  um einen Amberbaum. Es sei der Baum Nr. 1804 von 3333 Bäumen, die  im Rahmen unserer Initiative insgesamt gepflanzt werden sollen. Das komme Mensch, Natur und Klima zugute und trage zur Vermehrung des Baumbestandes im Krefelder Süden bei, den Mehmet Demir seit mehr als fünf Jahren im Krefelder Stadtrat vertrete. Insgesamt habe Mehmet Demir im Rahmen der Initiative bereits fünf Bäume gespendet, davon drei im Krefelder Zoo, einen an der Wilhelmshofallee und nunmehr diesen Baum an der Christian-Ross-Straße in Krefeld-Lehmheide. Damit sei ein wertvoller Beitrag zur Begründung der Stadt verbunden. 

Renate Krins bedankte sich auch bei der Stadt Krefeld, die bei der Festlegung der Pflanzstelle und bei der Auswahl des Baumes behilflich war, sowie bei der Baumschule Büssem-Indenklef, die den Baum beschafft habe und durch Inhaber Peter Büssem und seinen fleißigen Helfer Mario Kalitka vom Werkhaus e.V  ins Erdreich gesetzt wurde.

Für die Familie Demir sprach Mehmet Demir den Akteueren der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, der Baumschule Büssem sowie dem Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz und dem Kommunalbetrieb der Stadt Krefeld „Dank und Anerkennung“ dafür aus, dass diese die Baumpflanzung organisiert und ermöglicht hätten. Dabei hob er besonders das „beispielhafte Engagement“ der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ hervor, die maßgeblich zur Vermehrung des öffentlichen Grüns in der Stadt beitrage – entlang von Straßen, in Wohngebieten, Parks, Gärten, auf Friedhöfen oder sogar in Industriegebieten.  1 Dabei ging Mehmet Demir auch auf die große Bedeutung von Bäumen für das Stadtklima ein: „ Bäume und kleinere Wälder sind für die Bewohnerinnen und Bewohner von Städten mehr als nur schön anzusehen. Als ‚Grüne Lunge‘ erbringen sie für die stetig wachsenden Städte vielfältige Ökosystemdienstleistungen: Sie reinigen die Luft, indem sie CO2 und Abgaspartikel binden.

Gleichzeitig spenden sie Schatten und kühlen durch die Abgabe von Feuchtigkeit effektiv ihre Umgebung. All dies sind Eigenschaften, denen angesichts des voranschreitenden Klimawandels große Bedeutung zukommt.“

Zum Pflanzort: Gepflanzt wurde der Baum an der Christian-Ross-Straße im Stadtteil Lehmheide, der von der Kölner Straße im Osten, einem Teil der Gladbacher Straße und der Obergath im Süden und von der Bahn-Güter-Strecke im Norden und Westen umschlossen wird. Die Christian-Ross-Straße wurde nach dem ehemaligen Krefelder Oberbürgermeister Friedrich Christian Roos wurde vor 195 Jahren, am 25. Januar 1827, in Winterburg im Landkreis Bad Kreuznach geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bad Kreuznach und dem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn wurde er 1867 als Regierungsrat in Düsseldorf ernannt. 

Auf eine Anzeige im „Deutschen Gemeinde-Anzeiger“ bewarb er sich auf die mit einem Gehalt von 2.500 Thaler dotierte Stelle. Mit 26 gegen drei Stimmen wählten ihn die Stadtverordneten am 23. November 1871 für zwölf Jahre zum Bürgermeister der Stadt Krefeld. Regierungspräsident Freiherr von Ende führte Roos am 2. März 1872 offiziell in sein neues Amt ein. Am 11. Januar 1873 wurde ihm der Titel Oberbürgermeister verliehen. 

Er war zudem von 1872 bis 1881 Mitglied des Preußischen Herrenhauses. In seine Amtszeit fiel die Bildung eines eigenen Stadtkreises Krefeld (1873). Das war ein Ereignis von großer kommunalpolitischer Bedeutung, weil dadurch die Eigenständigkeit der Stadt Krefeld begründet wurde. Unter Roos‘ Leitung wurde unter anderem 1877 die Eisenbahnverbindung Krefeld-Gladbach-Rheydt fertig gestellt sowie das erste Wasserwerk errichtet. Zeitgleich mit dem Aufbau der städtischen Wasserversorgung wurde mit dem Bau der Kanalisation begonnen.

Zum Baum: Bei dem Baum handelt es sich um einen Amber-Baum. Der Amber-Baum beeindruckt nicht nur durch seine wundervolle Wuchsform. Dieses Gehölz bringt Extravaganz in den Grünbereich. Vor allen Dingen zieht das Blattwerk die Blicke auf sich.

Die Blätter erinnern mit ihrer fünfzackigen Sternenform an das Laub des bekannten Ahorn- Baumes. Amberbäume sind sehr widerstandsfähig gegen Hitze und Trockenheit und können vor dem Hintergrund des Klimawandels als Straßen- und Parkgehölz, aber perspektivisch auch als Waldbaum zunehmende Bedeutung erlangen.